Einzigartige Aromen:
Japanischer Grüntee
Japanische Grüntees bestechen durch ihre Frische und Fruchtigkeit und - von einigen Spezialitäten einmal abgesehen - durch das völlige Fehlen von rauchigen Noten. Fast alle lassen sich hervorragend mehrfach aufgießen und ergeben im Sommer herrliche Kaltaufgüsse.
Inhalt: 0.05 Kilogramm (338,00 €* / 1 Kilogramm)
Inhalt: 0.05 Kilogramm (390,00 €* / 1 Kilogramm)
Die Bandbreite an Aromen wird ergänzt durch das besondere Terroir Japans. Da Japan aus verschiedenen Inseln besteht, haben wir durch die salzige Meeresluft und das Vulkangestein ganz besondere Einflüsse, welche so nur hier zu finden sind.
Durch das technische Know-How in Japan ist eine maschinelle Ernte nicht ungewöhnlich und tut der Qualität keinen Abbruch.
Auch wenn inzwischen einige kleine Mengen an Oolongs und Wakouchas (japanische Schwarztees) im Umlauf sind, liegt der Fokus bei Grüntee.
70 - 80 % des angebauten Tees in Japan sind abgedeckt durch den klassischen Alltagstee Sencha, was übersetzt bedämpfter Tee bedeutet. Da so gut wie alle Grüntees mit Wasserdampf verarbeitet werden, haben die Japaner ihre eigenen Kategorien und Varianten gefunden, um verschiedene Grüntees herzustellen. Auf der einen Seite ist da die Sortierung des Leseguts in Blätter und Stängel (Kukicha / Karigane) ein wichtiges Tool. Auf der anderen Seite das Spielen mit Beschattung.
Durch die Beschattung kann die Pflanze weniger Photosynthese betreiben, deshalb werden die Blätter größer, um mehr Sonnenlicht auffangen zu können und der Chlorophyllgehalt steigt.
Die Catechine (Bitterstoffe) werden in Aminosäuren (hervorzuheben das L-Theanin) umgewandelt und der Tee wird dadurch milder, süßlicher und bekommt einen herzhafteren Geschmack: Umami
Außerdem bewirkt der hohe Anteil an L-Theanin, dass der Tee beruhigend auf unser Nervensystem wirkt. Aber bitte nicht falsch verstehen, diese Tees sind nicht koffeinfrei! Wer gerne Grüntees trinkt und eine koffeinärmere Variante sucht, sollte einmal Kukicha, Genmaicha und Hojicha ausprobieren.
Aus dem Spiel mit Beschattung entstanden zwei Varianten: Kabusecha und Gyokuro
Kabusechas sind Tees, welche früher ganz traditionell mit Bambusmatten (Kabuse) und heute mit extra konzipierten Netzen beschattet werden. Diese filtern etwa die Hälfte des Sonnenlichts, daher wird hier auch manchmal von Halbschattentee gesprochen. Kabusechas sind unserer Meinung nach absolut unterschätzte Tees, welche preislich ein schönes Mittelfeld zwischen Sencha und Gyokuro bilden, aber mit wunderbarer Aromatik.
Gyokuros sind die Krönung der Beschattung. Sie werden auch als Vollschattentees bezeichnet und werden 2 - 3 Wochen mit einem 70 - 90 % filterndem Material abgedeckt. Hier ist das Umami enorm und die Tees zählen zu den teuersten Tees aus Japan.
Um zu verstehen, wieso alle davon sprechen, dass Grüntee so gesund sei, muss man sich die chemische Zusammensetzung der Teeblätter genauer ansehen. Neben Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien und Vitaminen enthält Tee vor allem zwei wichtige Gegenspieler: Catechine und L-Theanin.
Catechine sind Bitterstoffe und werden als Schutz gegen Fressfeinde von der Pflanze hergestellt. Natürliche Bitterstoffe sind sehr gesund für unsere Verdauung, da sie diese anregen und uns somit helfen, Nahrung besser zu verarbeiten und aufzunehmen. Außerdem steigern sie die Blutzufuhr zu unseren Organen und regen unser Herz-Kreislauf-System an. Einer dieser Bitterstoffe ist Koffein und auch wenn wir alle wissen, warum Koffein so viel konsumiert wird, ist es vielleicht trotzdem spannend, wieso wir uns nach dem Verzehr von koffeinhaltigen Getränken wacher und fitter fühlen: Koffein blockiert im Gehirn Rezeptoren für einen Neurotransmitter namens Adenosin, welcher zusammen mit Melatonin für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich ist.
L-Theanin ist eine der vielen Aminosäuren, aber eine ganz besondere: Sie wirkt direkt im Gehirn auf den Neurotransmitter GABA, welcher eine angstlösende Wirkung auf uns hat, kurbelt die Produktion von Dopamin, dem Glückshormon, an und hilft unserem Gehirn, in einen konzentrierten Zustand zu gelangen. Der Geschmack wird von L-Theanin ebenfalls beeinflusst, denn diese Aminosäure bringt Frische und Süße mit in den Tee.
Zusammengefasst kann man also sagen: Tee macht uns wach und konzentriert, aber aufgrund der entspannenden und angstlösenden Wirkung ist unsere Konzentration geradliniger. Diese wunderbare Kombination gibt es nur bei der Camelia Sinensis - der Teepflanze.
Durch den hohen Bitterstoffgehalt gibt es viele Menschen, die Grüntee nicht gerne trinken. Das liegt daran, dass in vielen Lebensmitteln die Bitterstoffe zurückgezüchtet wurden und uns somit das Verlangen danach abtrainiert wurde. Leider ohne Rücksicht auf die Notwendigkeit für unseren Körper.
Generell gilt, dass besonders japanische Grüntees etwas mehr Genauigkeit und Sorgfalt beim Lagern und Zubereiten benötigen. Sie sind durch den Wasserdampf etwas empfindlicher auf Luftfeuchtigkeit und andere Gerüche und werden mit niedrigerer Wassertemperatur und kürzerer Ziehzeit zubereitet, da das Wasser in die kleinen, zu Nadeln gerollten Blätter schneller eindringen kann und der hohe Catechingehalt dazu führt, dass die Tees schnell bitter werden. Achtet man allerdings auf die Zubereitung, sind sie einfach herrlich! Jeder Schluck offenbart eine neue Facette und belohnt die Mühe der sorgfältigen Zubereitung.
Wenn ihr interessiert seid, was genau Umami eigentlich ist oder mehr zur Besonderheit Matcha erfahren möchtet, dann folgt gerne diesen Links. Beide Themen bieten eine spannende Ergänzung zur Welt des japanischen Grüntees und zeigen die Vielseitigkeit dieser einzigartigen Teekategorie auf.
Teeanbau in Japan -
Geschichtliches
Als Japan mit dem Teeanbau im 12. Jahrhundert begann, pflanzten Mönche die ersten Teepflanzen an ihrem Tempel Kozan-ji im Nordwesten von Kyoto. Auch wenn sich der Teeanbau von dort ausbreitete, wurde festgestellt, dass der Tee von dort besonders gut schmeckte und sie überlegten, woran es liegen könnte.
Alle Teebüsche dort waren umgeben von hohen Bäumen, welche eine natürliche Beschattung ergaben und so begannen die Japaner, mit dem kontrollierten Beschatten der Teepflanzen zu experimentieren.
Neben unserem Geschäftsführer und Inhaber Henning Schmidt arbeiten für Euch im Büro Aina, Megumi und Gabi. Wir stehen jederzeit für Eure Fragen und natürlich auch für eine Teeberatung zur Verfügung. Scheut Euch also nicht, uns zu schreiben oder anzurufen. Lager, Produktion und Kommissionierung rocken Alex, Barbara und Danny mit Unterstützung von Monika. Auch hier geben alle ihr Bestes, damit Ihr viel Freude mit Euren Tees habt. Sollte einmal etwas nicht zu Eurer Zufriedenheit sein, bitte meldet Euch bei uns und wir werden gerne an einer Lösung arbeiten.
QualitätsversprechenIn Hamburg eingetroffen bleibt der Tee möglichst lange luftdicht verpackt gelagert und wird erst nach Eingang Deiner Bestellung für Dich frisch abgepackt. Hierdurch kommst Du in den Genuss von besonders aromatischem Tee. Außerdem sind wir nicht nur auf der Suche nach den besten Tees, sondern auch nach den aktuell besten Verpackungen. Hier versuchen wir die Balance zwischen Haltbarkeit, optimaler Lagerung und ökologischen Aspekten zu halten. Ihr könnt den Tee in unseren wiederverschließbaren Tüten perfekt lagern und es ist kein Umfüllen in Dosen nötig.
WissenswertesUnser Betrieb ist zertifiziert nach den aktuellen Bio-Standards und wir werden jährlich hierzu überprüft. Darauf legen wir großen Wert und haben deshalb bei jeder Teekategorie zusätzlich einen Filter angelegt, sodass Ihr ganz einfach unsere biologisch hergestellten Tees finden könnt. Bitte beachtet hierbei aber, dass wir außerdem viele Tees von kleinen Teegärten anbieten und auch Wildsammlungen im Sortiment haben, die leider nicht zertifiziert werden können.